ZUGER PRIVILEG
 

Ausflug ins sagenhafte "ob dem Wald", 24. August 2008



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Ausflug ins sagenhafte Obwaldnerische

Sonntag, den 23. August 2008

Bärti Durrer – Archikekt und Geschichten-Erwanderer – empfing die etwa 60-köpfige Privilegs-Gesellschaft oberhalb des Talbodens von Giswil. Durch den Wald führte er uns auf einen Schutthügel des Lauibaches – vor uns die faszinierend wilde Gegend aus Schotter und Felsbrocken.

Er zeigte die Dämme und Verbauungen und erzählte Geschichten von Hochwassern, Überschwemmungen und verheerenden Verschüttungen.
Dass dieser Bach zu einem monströsen Ungeheuer werden kann, deutet schon sein Name an: «D’Laui».
Entlang des Grabens ging es dann – unterbrochen von Geschichten – hinunter in die Ebene.

Da steht rechts im Wald eine kleine Kapelle zur Erinnerung an eine Katastrophe, die eben diese «Laui» angerichtet hat. Hier stand bis ins frühe 18. Jahrhundert die Pfarrkirche von Giswil. Sie wurde bei einem Hochwasser «versaaret» und so stark beschädigt, dass sie aufgegeben werden musste.

Hier erwartete uns Margrit Vogler Sulzbach mit weiteren Geschichten aus dem Tal – solche, die mit dem Laui-Bach zusammenhängen, aber auch Sagen aus dieser rauhen Gegend.

Von da wurden wir auf den markanten Kirchhügel geführt, wo Bärti Durrer uns die Stelle zeigt, wo einst ein See war. Hier, zuhinterst im Tal, lag er, wurde dann ausgelassen, um Land zu gewinnen – eine Idee, welche die Giswiler von den Zugern übernommen hatten. (Die Zuger hatten ja ihrerseits die Lorze abgegraben, um zusätzlich Land zu gewinnen.)

Der Apéro zum Schluss des Anlasses durfte natürlich nicht fehlen. Daran schloss ein Farbbüffet im Turbinenhaus an. Martin Ledergerber aus Sarnen war dabei für die musikalische Begleitung besorgt. 

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