ZUGER PRIVILEG
 

Gestohlen. Gebrandschatzt. Geköpft., 05. November 2009

Das wahre Drama des Jost Schanz – historische Lesung eines Zuger Kriminalfalls

Einen Tag vor Weihnachten, am 23. Dezember 1847, wurde „…. durch die Meisterhand des Scharfrichters von Schwyz…“
(Neue Zuger-Zeitung vom 25. Dezember 1847) in Zug der 48-jährige Heimatlose und mehrfach vorbestrafte Jost Schanz nach mittelalterlicher Manier mit dem Schwert geköpft. Der Familienvater hatte die Scheune von Bauer Freimann in der Lorzenebene angezündet und niedergebrannt – aus Rache für eine körperliche Züchtigung nach einem Birnendiebstahl.

Das Zuger Privileg hat sich der umfangreichen Verhörakten zu diesem Fall angenommen und das aufrüttelnde Zeitdokument von zwei Zuger Historikern transkribieren lassen. Die beiden historischen Lesungen ermöglichen nun einem breiten Publikum in anschaulicher und inhaltlich kommentierter Weise den Zugang zu diesem spannenden Zeitzeugnis.

Denn nicht zuletzt die vielen Zeugenaussagen werfen ein scharfes Licht auf die sozialen Verhältnisse am Vorabend der Gründung des Schweizerischen Bundesstaats. Wir erhalten Einblick in die trostlosen Lebensumstände der Heimatlosen, der damaligen Randständigen im Kanton Zug und in der Schweiz. Eine faszinierende Spurensuche, eine aufschlussreiche Begegnung mit der Vergangenheit.

DVD zur Lesung kann für 25.– bestellt werden bei:
Heiri Scherer
Weinbergstrasse 51
6300 Zug
 

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