ZUGER PRIVILEG
 

Der Schatz am Zugersee – Die Sammlung, 23. Februar 2010


Sammlung Kamm - Kunsthaus Zug

Dank der Schenkung der Familie Kamm befindet sich seit zehn Jahren im Kunsthaus Zug eine kostbare Sammlung, die in den Räumen des Kunsthauses teilweise präsentiert wird.

Alexander Jolles, Präsident der Stiftung Sammlung Kamm, und Matthias Haldemann, Direktor des Kunsthauses, erläuterten die Entstehung und Entwicklung der Sammlung. Die Familie Kamm lebte in Oesterreich und emigrierte bedingt durch den Nationalsozialismus nach Zug. Sie begannen bewusst Kunstwerke von internationalen Künstlern zu sammeln, entwickelten sich so zu bewussten Sammlern und bauten Schritt für Schritt, mit Hilfe Fritz Wotruba, der während dem 2. Weltkrieg hier in Zug im Exil arbeitete, weiter ausgebaut und erhielt so eine eindrückliche Handschrift. Bedeutende Werke von Klimt, Schiele, Gerstl, Kokoschka finden sich hier vereint. Es ist die wichtigste Sammlung der Wiener Moderne ausserhalb Österreichs: «Die Sammlung ist das Ergebnis einer kulturpolitischen Vision. Zeichnungen und Plastiken von Fritz Wotruba sind ebenfalls gut in der Sammlung vertreten.
Die Sammlung soll auch als eine Brücke zwischen der Wiener, der österreichischen Kultur und der Gegenwart in Zug gesehen werden. Bisher werden die Werke als Leihgaben international auf bedeutenden Ausstellungen vorgestellt. „In Zug fing alles an und soll auch hier enden.“ Das grosse Interesse an der Sammlung zeugt auch vom Interesse zum noch offenen Standort des geplanten Museums in Zug. „Ein Museum muss die Leute verführen. Dies funktioniert am Besten dort, wo sich die Leute aufhalten.“

Die zweite Generation Kamm sammelt weiter - 54 weitere Werke hat das Kunsthaus Zug kürzlich von ihnen geschenkt bekommen, um sie allen Interessierten zugänglich zu machen.  

Anlass drucken