ZUGER PRIVILEG
 

Einführung in den Alpsegen, 22. August 2010



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Fahrt mit der Bahn bis Flüelen und von da mit Oldtimer-Postauto nach Altdorf ins Haus für Kunst Uri. Lotti Etter führte durch die Sammlung Danioth Paviollon mit Landschaftsbildern des Urner Malers , der die Moderne ins Tal gebracht hatte. Die Industriellenfamilie Dätwyler-Gamma hat diese Sammlung aufgebaut. Im Haupthaus des Museums wurde eine interessante Sammlung zeitgenössischer, vor allem Innerschweizer Kunst, gezeigt.
Bei schönstem Sommerwetter fuhren wir den Klausenpass hinauf. Im Postauto ein Geknatter und Rumoren vom Motor und der Fahrer hatte um jede Kurve Schwerstarbeit zu leisten. Draussen erstaunte Gesichter und eine Landschaft zum Fürchten. Im Posthotel Urigen wurde zu Mittag gegessen. Urnerisch, währschaft, gut. Der Saal, den unsere Gesellschaft bis zum letzten Platz füllte, ist eine Pracht. Ein Werk aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Täfer, Schnitzwerk, heroische Stiche. Genauso muss es sein auf halbem Weg zur Klausenpasshöhe.
Auf der Passhöhe begrüsste uns Franz Müller, Älpler und Käser von der Alp Oberbalm. Er alpt hier oben mit seiner Familie, nicht weit von der Passhöhe entfernt. Beim Kreuz, etwas oerhalb der Strasse sagte er uns was ihm der Betruf bedeutet. Dass der zur Alp gehört, dass er die Demut der Menschen hier vor der Natur ausdrückt. Dass damit Hoffnung auf Gelingen und Verschonung vor Unwettern erbittet wird. Dass Gesundheit für Mensch und Tier hier ganz schnell zur Existenzfrage werden kann. Das eindrücklichste ist der Ernst und der Glaube diese Mannes. Seine Umgebung, die Wiesen, die Felsen und die Weite haben etwas Grossartiges. Es ist auf seine Art ein Gesamtkulturwerk von höchster Qualität.
Beim Apéro im Schatten der Kapelle versuchten wir Urner Weisswein und den Alpkäse von unserem Gastgeber. Die Fahrt in den Alten Postautos bis Zug erinnerte sehr an die Heimkehr von einer Schulreise.
 

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