ZUGER PRIVILEG
 

Jahresversammlung Zuger Privileg, 27. Februar 2013



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GV Zuger Privileg, 27. Februar 2013

Für ein Jubiläum braucht es Statistik und wie man auf hundert zählt ist offenbar relativ und eine Frage der Perspektive. Aber das ist eigentlich egal. Man sollte Feste feiern wie sie fallen. Speziell wenn es sich um ein „Yübiläum“ handelt.

Bevor Peter Spielbauer uns privilegierte Zuger zum Lachen und Nachdenken bringt, spricht Heiri Scherrer zur Lage des Vereins.

Das Zuger Privileg lädt also zu seiner jährlichen Generalversammlung und das bedeutet: Das Formelle rasch und unkompliziert über die Bühne bringen und Raum und Zeit lassen für das, wofür das Zuger Privileg steht: Alle Sinne nutzen, um beim Bekannten das Unbeachtete hervorzukehren. Sich überraschen und verführen zu lassen und in neue Welten eintauchen. Staunen über die Vielfalt des Lebens.

Aber bereits der jährliche Rückblick unseres Präsidenten gestaltet sich gewohnt informell und unkonventionell. Es wird viel gelacht und in schönen Erinnerungen geschwelgt:

Zum Beispiel an die sinnlichen Ausführungen von Richi Kägi, Food Scout der Globus Delicatessa und Weltreisender auf der Suche nach immer neuen kulinarischen Höhepunkten, anlässlich der Matinée Culinaire vom vergangenen Frühling.

Und dann war da auch noch die unvergessliche, nächtlich schwarze Kunstnacht in Zusammenarbeit mit dem Kunsthaus Zug im Mai.

Im Hochsommer wurde es dann traditionell: Es ging um Kuhglocken, Traditionen und Statussymbole. S’Glüüt in der neu renovierten Ziegelei in Baar.

Im August stand eine Reise in die Vergangenheit und Zukunft gleichermassen auf dem Programm: Der Berg rief, genauer der Bürgenstock. Und auf ihm seine Geschichten vom traumhaften Erfolg bis zum Niedergang und dem Glauben an neue Zukunftsperspektiven.

Der Herbst brachte ein Wiedersehen mit einem alten und sehr geschätzten Bekannten: Kurt Flasch, auch im Gespräch mit Stephan Zweifel eine Inspiration und hoffentlich nicht zum letzten Mal Gast beim Zuger Privileg.

Die herbstlich-trübe Jahreszeit wurde durch die farbigen Geschichten von Stephan Muntwyler und witzigen Texten von Matto Kämpf aufgeheitert. Sie beendeten ein inspirierendes und spannendes Kulturjahr für das Zuger Privileg.

Nach einem Einblick in die Finanzen und Ausblick auf die kommenden Veranstaltungen leitete Holger Wanke zum Höhepunkt des Abends über. Nach einem erfrischenden Apéro war die Bühne frei für Peter Spielbauer.

„Yübiläüm“ ist eine Retrospektive mit den Höhepunkten der Programme der vergangenen Jahre. Peter Spielbauer hatte sein Publikum von der ersten Minute an im Griff. Der Funke sprang schnell und die Gäste im gefüllten Burgbachkeller erlebten und genossen einen Künstler, der sie mit seiner Virtuosität, seinem Scharfsinn und seinen intelligenten Bögen von alltäglicher Komik zu tiefsinnigen philosophischen Fragen zum Lachen gebracht und Nachdenken animiert hat.

Zurecht betrachtet man den grossartigen Künstler aus verschiedensten Perspektiven: Er ist Komiker, Kabarettist, Poet, Artist und Philosoph. Ein irr flackernder Alltagsforscher, ein experimentierfreudiger Fantast und Improvisateur, der aus Wörtern, Gesten und Objekten schwindelerregende Poesietürme baut. In seinen philosophisch-komischen Soloprogrammen verbindet er brachiale Exzesse und fein ziselierte Wortspiele mit höchst vergnüglicher Spielfreunde von bezwingendem Charme.

Diesem sind auch die Mitglieder des Zuger Privilegs erlegen. Seine Authentizität, Bühnenpräsenz und Nähe zum Publikum berührte, öffnete die Herzen und lud dazu ein, weit über den abschliessenden Small Talk hinaus über die kleineren und grösseren Fragen des Lebens nachzudenken. 

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