ZUGER PRIVILEG
 

Unerhörte Musik für ein neugieriges Publikum, 30. Januar 2016



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The Stone Trio:
Dolega – Perret – Brodbeck: unerhörte Musik für ein neugieriges Publikum!

Wie tönen Steine? Und wie holt man ihren Klang aus ihnen heraus?

Die drei Musiker Dominik Dolega, Felix Perret und Matthias Brodbeck zeigten uns ihre Steinklanginstrumente und wie sie sie zum Klingen zu bringen.
Man spürte, dass sich die drei Musiklehrer mit den klingenden Steinen seit Jahren beschäftigen, diese erforschen und neue Spieltechniken entwickeln.

Ein tolles Klangspektrum was, diese Lithophone können. Wir tauchten ein in das faszinierende Musikerlebnis! Es war grossartig und vielfältig.

Der Klang der Steine ist in den oberen Lagen von hellem, glockigem und durchdringendem Ton, im tieferen Bereich voll, rund und sehr lange nachklingend (Felix und Dominik). Begleitet wurden sie von Metallskulpturen, Trommeln und Becken (Matthias).

Die durch Vibrationen erzeugte Klangkulisse erstaunte alle Zuhörer. Wie selbstverständlich spürten wir Einflüsse verschiedenster Musikrichtungen, die auftauchen, sich überlagern und wieder verschwinden.

Als Zuhörer nahmen wir tatsächlich ein Klangbad in unbekannten Gewässern. Mit Worten kaum beschreibbare, einfache Stimmungen, welche die Faszination und die Einzigartigkeit der Klangsteine ausmachen. Das war wirklich etwas Neues.

Dank der Einführung in die Welt der Lithophone durch Felix Perret, Musiker und Lehrer an der Musikschule des Konservatoriums Zürich, konnten wir den Klang auch technisch und ästhetisch erleben.
Erstaunt waren wir ob der Information, dass es Steinklanginstrumente bereits vor 4´000 Jahren gab Und dass diese dann wieder in Vergessenheit gerieten. Durch einen Förderverein, viele Tüftler wurden sie nun wiedergeboren.

Auch das gehört zur Kultur: Fähigkeiten entstehen, geraten in Vergessenheit und werden neu wieder erfunden.

Beim anschliessenden Apéro wurde die Möglichkeit, mit den Musikern ins Gespräch zu kommen, rege genutzt. Auch Mitglieder und Gäste waren rege im Gespräch. Und der Eine oder die Andere brachte den einen oder anderen Stein gleich selber zum Klingen zubringen.

Im Interview mit den drei Musikern wurde auch die Arbeit an den Musikschulen Zürich und Basel, die Art unser Wahrnehmung von Musik und Tönen, sowie die Erfahrungen zwischen Ausbildung und Experiment eindrucksvoll diskutiert.
Ganz klar, die Besucher wissen nun mehr über die Art des ‚mit den Ohren sehen’ und ‚mit den Augen hören’.

Im Bistro Gewürzmühle gingen bei Paella und Tapas die Gespräche rund um Musik, Kunst, und Programm rege weiter. Begleitet durch Angelica Pugliesi mit Gitarre und Gesang.

Ja, wir alle sind froh, lebt der Verein weiter.
Neues, feines, nicht alltägliches wollen wir weiterhin unseren Mitgliedern und Gästen präsentieren. Wir versuchen auch eine Plattform für spezielle und wertvolle Arbeiten, Projekte oder Fähigkeiten zu sein. Zugunsten einer vielfältigen Kultur.


Grosser Dank an das interessierte Publikum, die Musiker und die Organisatoren. Es war ein toller Abend, ganz nach unserem Geschmack,... äh ... Gehör.


Für den Verein ‚das neue Zuger Privileg’:
A. Wankmiller, 03.02.2016
 

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