ZUGER PRIVILEG
 

Matinée Culinaire CERVELAT, 12. Juni 2016



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DER CERVELAT,
unsere Schweizer Nationalwurst


Cervelat – so profan wie vielseitig
Eine neugierige Schar des neuen Zuger Privilegs fand sich am späteren Sonntagmorgen zu einer Matinée Culinaire in der Wirtschaft Brandenberg in Zug ein, um sich eine profan geglaubte Wurst näher bringen zu lassen:

den Cervelat – Symbol wie Synonym für unsere Heimat.
Beliebt bei Wanderern, blieb für einmal der Rucksack leer und samt Regenschutz zuhause.

Den Privilegierten war es vergönnt, an weiss gedeckten Tischen im Trockenen Platz zu nehmen, wo Peter Krebs, der Autor von „Cervelat - Die Schweizer Nationalwurst“, aus seinen Texten las und Verleger Heinz von Arx Auskunft zu Idee und Entstehung des aufwändig und wunderschön gestalteten Buches gab.

So erfuhren die Privilegierten, dass es sich mit dem Cervelat so verhält wie mit vielem Urschweizerischem: das erste schriftlich festgehaltene Rezept stammt von einer Augsburgerin, also einer Deutschen, und für die Wursthülle braucht es Därme des brasilianischen Zebu-Rindes; nur so entsteht solide Schweizer Qualität. Auch die Neutralität repräsentiert der oder eben die Cervelat, benützt sie doch beide Geschlechter und verhält sich damit genderneutral.
So manche Lacher füllten den Saal ob der zahlreichen und süffisant vorgetragenen Anekdoten, wenngleich sich zwischenzeitlich Ehrfurcht ausbreitete ob des tiefgründigen Wissens, das Autor und Verleger zum Besten gaben.

Doch gegen Mittag war den Gästen bald alles nur noch Wurst, knurrte nach Literarischem und Humoreskem unverkennbar der Magen und lechzte der Gaumen nach dem Geschmack des Gehörten. Ein reichhaltiges Buffet von der Cervelatsuppe über Cervelatsalate zu verschiedensten Cervelathauptspeisen, zubereitet nach den im Buch veröffentlichen Rezepten des Spitzenkochs Beat Caduff, wurde vom Küchenteam des Brandenbergs aufgetragen und befriedigte auch die verwöhnteren unter den Gaumen. Die profane Wurst erwies sich als höchst vielseitige Ausgangsmaterie zu kulinarischen Höhenflügen.


Zum Buch:
Cervelat – Die Schweizer Nationalwurst:
«Büezerkotelett» – paniert, geschnetzelt, gefüllt und grilliert:
Die 25 besten Cervelat-Rezepte von Gault-Millau-Koch Beat Caduff werden unkonventionell fotografiert und zum Nachkochen gezeigt. Der Cervelat, des Schweizers liebste Wurst: In der Schweiz werden jährlich 160 Millionen Cervelats produziert.
In Text und Bild werden Metzgermeister aus unterschiedlichen Regionen unseres Landes porträtiert. Die Wurst aus dem 16. Jahrhundert: Der Cervelat hat sich in seiner langen Geschichte von der Festtagswurst zum Lebensmittel für den Alltag gewandelt sowie ab und zu auch die Politik auf den Plan gerufen. Cervelat-Prominenz und Cervelat-Kunst: Was hat der Ausdruck mit der Nationalwurst am Hut, und wie ist er entstanden? Künstler sind schon lange fasziniert von der Wurst. Ein gutes Beispiel ist Madame Tricot mit ihren gestrickten Wurstwaren.
Mit Grill-Champion Grill-Ueli, Spitzenkoch Beat Caduff, Komiker Peach Weber, Madame Tricot, Ex. Miss Schweiz Anita Burri, Slam-Poet Gabriel Vetter und vielen mehr.

Hinweis:
ISBN 978-3-906055-38-1
Das Buch Cervelat kann mit dem Abopass der Neuen Zuger Zeitung vergünstigt bezogen werden.


Unser Verein:
Das neue Zuger Privileg, der etwas andere Kulturverein bietet kleinen, versteckten und vielleicht sogar alltäglichen Kunstfertigkeiten eine privilegierte Plattform. Er organisiert jährlich mehrere Anlässe. Diese sind „Wanderungen“ durch gestalterische, literarische, kulinarische, musikalische oder handwerkliche Glanzstücke des kulturellen Schaffens. Was übersehen wird, erhält so das Privileg der Aufmerksamkeit. Der neugewählte Vorstand besteht aus Brigitte Feierabend, Cornelia Mayinger, Juana Morillas Pedreño, Iris Studer-Milz und Adrian Wankmiller.

Ihre Cornelia Mayinger und der ganze Vorstand 

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