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Sommerwanderung Glattalp, 14. August 2017



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Am Montag vor Mariä Himmelfahrt fand unsere Sommerwanderung statt.

Eine erste Gruppe wanderte vom Saliboden ob Bisisthal auf die Glattalp (2:20h / 750m / 5km). Die landschaftlich spannende Wanderung im Quellgebiet der Muota führte inmitten der sich türmenden Berge und Felswände auf dem Viehtriebweg hinauf zur Glattalp. Der gut ausgebaute Bergweg erforderte bei einigen Teilnehmern doch einigen Durchhaltewillen, benötigt er doch gute Wanderschuhe und einen festen Tritt . Die zweite Gruppe der Seilbahnfahrer fuhren ab Saliboden mit der Seilbahn zur Glattalp- Bergstation. Eine kleine Wanderung führte dann noch zur Alp.

Wir besuchten Daniel und Beatrice Bürgler und ihre Kinder auf der Glattalp, wo sie heuer zum 23. Mal den Sommer verbringen. Auch der Baarer Gery Steiner, der den beiden als Zusenn gerne zur Hand geht, war natürlich auf der Alp anzutreffen.
Wir kannten Daniel, Beatrice und Gery ja bereits von der sehr spannenden Matinee Culinaire zum Thema "Die Alpen - Kulinarik und Arbeit" im Res-taurant Brandenberg. Da berichteten sie uns vom bescheidenen Leben in den Bergen und von der Arbeit auf 1850 müM mit 250 Rindern, 8 Milchkühen, 26 Ziegen, 12 Pferden und 4 Schweinen.

Nun nutzten wir die Möglichkeit den realen Schauplatz persönlich zu besuchen und zusätzlich zu den bestehenden Geschichten, welche wir bereits am 07. Mai 2017 im Brandenberg erfahren durften, weitere Einblicke ins arbeitsintensive Leben der Bewohner unserer Berge zu erhalten.

Weit ab der Hektik der Städter, in scheinbar unberührter Landschaft, leben die Älpler mit Natur und Tier einen anderen Rhythmus.
Geführt von der täglichen Routine durch die notwendige Pflege und Kontrolle der Tiere, aber auch geprägt vom Wetter und der Abgeschiedenheit arbeitet ein eingespieltes Team, wo sich jeder seiner Verantwortung und auch seiner Freiheiten bewusst ist. Das helle Lebensfreude und harte Arbeit so nahe beieinander sind, könnte doch so manchen von uns Städter etwas ins „Grübeln“ bringen.

Und gerne haben wir am gut gedeckten Tisch platzgenommen und das schöne Wetter, die gute Kameradschaft und natürlich auch die wunderbare Verköstigungen auf der Alp genossen.

Die vor Ort hergestellte Butter, die verschiedenen Alpkäse aus Kuh- und Geissenmilch und weitere Leckereien aus Alpproduktion wurden gerne erworben. Nicht nur als Lebensmittel, als Souvenir.

Zurück ins Tal gingen dann die meisten mit der Bahn. Es war eine unvergessliche und einzigartige Reise in die Welt unserer Alpen.


Reisebericht von Adrian Wankmiller 

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