ZUGER PRIVILEG
 

Die erste Generalversammlung, 02. Mai 2000


Gewürzmühle Zug

Generalversammlungen sind in der Regel eine langweilige Pflichtübung. Das Zuger Privileg hat sie deshalb zum Anlass genommen, um sie möglichst unterhaltsam zu gestalten. Wenn man schon vom Privileg, was immer das heissen mag, ausgeht: Was liegt näher, als einmal nach dem Verhältnis von Geld und Geist zu fragen? Geld zu haben, ist ganz gewiss ein Privileg, aber muss man deswegen auf den Geist verzichten? Um diese Frage zu beantworten, wurde der bekannte Altphilologe Klaus Bartels eingeladen. Und der mache sich einen Spass daraus, an ein enfant terrible der römischen Gesellschaft im ersten nachchristlichen Jahrhundert zu erinnern. Der aus Spanien stammenden Dichter Martial liess sich von seinen Freunden bezahlen, ohne auf den Spott über deren Reichtum zu verzichten. Seine Verse hatten eine Kraft, die die Jahrhunderte überdauerte und Geister wie Goethe in helles Entzücken versetzten. Man konnte lernen: Geld und Macht haben eine weiche Stelle. Nämlich genau dort, wo der Geist die Frage stellt, ob sie wirklich so unerschütterlich sind, wie sie sich geben. Wie wäre es mit einer gehörigen Portion Gelächter?

Aber auch das Zuger Privileg kommt nicht ganz um Zahlen herum. Nach gut einem Jahr zählten sich bereits xxx Personen zu den Mitgliedern, die Kasse war gut gefüllt und der begonnene Weg hatte Freunde gefunden. 

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