ZUGER PRIVILEG
 

Kartoffeln im Brandenberg, 25. März 2001


Restaurant Brandenberg Zug

In der alten DDR wurden Kartoffeln auf den Speisekarten der einfachen Restaurants als „Sättigungsbeilage“ bezeichnet. Auf diesen sprachlichen Tiefpunkt ist die Schweiz zwar nie gelangt, aber auch hierzulande sind Kartoffeln nichts Besonderes. Allerdings gibt es kaum ein Nahrungsmittel, das sich derartig vielfältig zubereiten lässt. Die Kartoffel liefert täglich Delikatessen – und zwar für alle. Gusti Brandenberg und sein Team bereiteten zu unserer diesjährigen Matinée Kartoffeln für Kinder und Erwachsene und erwachsene Kinder vor: vom Kartoffelstock über die Kartoffelsuppe, die unvermeidlichen Pommes Frites bis zum anspruchsvollen Gratin. Stefan Meier, auch überregional bekannter Koch des Rathauskellers in Zug, und Edgar Boog, Kartoffelbauer aus Hünenberg, brachten Wissenswertes zu diesem unterschätzten Nahrungsmittel vor.

Àpropos Delikatessen: Kann etwas eine Delikatesse sein, das nicht exklusiv ist? Das Zuger Privileg hat diese Frage mit der Kartoffelmatinée im Brandenberg klar mit Ja beantwortet. Man merkt die witzige Drehung: Das „Privileg“ privilegiert das absolut Nicht-Privilegierte, weil dieser Verein nicht auf Privilegien schaut, sondern auf Qualitäten. Dieses „Rezept“, buchstäblich mehr aus dem Bauch als aus dem Kopf entstanden, sollte immer wieder variiert werden. 

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