ZUGER PRIVILEG
 

Eine Sonntagsfahrt, 25. Juni 2006



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An dem wunderschönen Sonntagnachmittag trafen sich über 80 Personen beim Restaurant Brandenberg in Zug und machten sich auf den Weg nach Baldegg.
Wir liessen uns von den Baldegger Schwestern einladen um ihr Kloster anzuschauen und zu erleben.
Was uns auf diese Idee gebrachte hatte, ist das "Zusammentreffen" der Idee des Franz von Assisi mit seiner Ordensregel und Marcel Breuer, dem Bauhaus Architekten mit seiner Vorstellung von Architektur gegen Ende des 20ten Jahrhunderts.

Die Baldegger Schwestern schrieben in den 60er Jahren einen Wettbewerb unter den besten Schweizer Architekten aus.
Es gab auch einen ersten Preis, nur ihnen gefiel das Projekt nicht. Der Luzerner Kantonsarchitekt half ihnen aus dem Wettbewerb auszusteigen und vermittelte auch gleich einen Kontakt zu Marcel Breuer, der damals in New York arbeitete.
Der sagte zu und legte ein Projekt vor, das die Schwestern begeisterte.
So leben sie denn seit Anfang der 70er Jahre in einem schlichten, modern gestalteten Bau über dem Baldeggersee.
Die ganze Anlage ist rein erhalten, so wie Breuer sie konzipiert und eingerichtet hat. Nicht nur Breuer-Stühle sind hier, sondern alle Möbel hat Breuer für diesen Ort gezeichnet.
Und alle Räume sind ohne Nippsachen und allzumenschliche Ergänzungen aus der sentimentalen Ecke erhalten, so wie Marcel Breuer sie schuf.

Bei unserem Besuch legten die Schwestern Wert darauf, dass wir das Kloster so sehen wie sie es beleben.
Sie wünschten keinen Architektur-Vortrag, sondern wollten uns ein Erlebnis bieten. Darum trafen sich auch alle nach den Führungen in der Klosterkapelle zur Vesper.

Zum Abschluss gab es eine Erfrischung aus der Klosterküche.  

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