ZUGER PRIVILEG
 

Zivilcourage, 29. Oktober 2003



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An diesem Abend ging es auch um die Gefährlichkeit der Welt. Allerdings mehr im Kleinen. Wer kennt es nicht: Man sitzt in einem Bus, und unvermittelt wird man Zeuge einer Pöbelei oder gar eines tätlichen Angriffs. Was tun? Diesen Fragen widmet sich ein Verein, Zentrum für Konfliktgestaltung, der sich an diesem Abend der Öffentlichkeit vorstellte. Sein Bestreben ist, Konflikte nicht nur als negativ anzusehen, sondern sie als Herausforderung zum Lernen zu betrachten. Das Zuger Privileg wiederum wollte einen Beitrag zur Verhinderung von Gewalt leisten; das hatte es sich im Zusammenhang mit der CD zum Anschlag vom 27. September 2001 vorgenommen.

Altständerat Andreas Iten, der die Gründung des Vereins ermöglicht hat, erklärte das Anliegen, Stephan Wehowsky, der 2. Initiant, sprach allgemeiner über die Chancen, die in Konflikten liegen, wenn man sie richtig angeht. Dann aber wurde es richtig spannend. Vertreter der Münchner Polizei, die eine private Präventionsakademie mit dem Namen Capitombolo, Purzelbaum, gegründet hatten, inszenierten zusammen mit Schauspielern vom Interaktiven Theater unter Mitwirkung des Publikums kritische Situationen in einem auf der Bühne angedeuteten Bus. Es war erstaunlich, wie beklemmend die Szenen wirkten, obwohl jeder wusste, dass es sich um ein Spiel handelte. Entsprechend lebhaft waren die Diskussionen. Und damit man auch in kritischen Situationen einen klaren Kopf behält, wurden Kärtchen mit kurzen nützlichen Tipps verteilt. 

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