ZUGER PRIVILEG
 

Der Sommeranlass im Park von Beromünster, 28. August 2004



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Baumkathedrale Beromünster

Beim Namen Beromünster denken viele zunächst an den Radiosender, der von dort aus zu Zeiten der Mittelwelle seine Botschaften über die Grenzen der Schweiz hinaus sandte. Auf den Skalen der alten Röhrenradios durfte der Name Beromünster nicht fehlen. Das Zuger Privileg hat aber nicht dem Radiosender die Referenz erwiesen, sondern dem weitaus weniger bekannten Brackgarten. Dieser Garten, der eine wechselvolle Geschichte hat, bildet mit seinen Bäumen eine natürliche Kathedrale. Heiri Scherer schrieb über diesen Abend:

Um 17.30 ist alles bereit. Ein langer Tisch für 120 Personen ist mit weissen Stofftischtüchern gedeckt und mit silbernen Kerzenständern und weissen Altarkerzen geschmückt. Auch das Zuger Barockquartett und der Apero sind bereit.
Zwei Cars bringen die Gäste aus Zug. Von den Besuchern dieses Anlasses kennt niemand diesen Ort, ja niemand hat je davon gehört. Das Staunen ist gross, der Abend warm und schön.
Zur Eröffnung spielt das Zuger Quartett wunderbare Stücke: Hans Hürlimann, Trompete, Martin Beck, ebenfalls Trompete, Urs Flury, Horn und Daniel Güetli, Posaune füllen mit ihren Klängen den monumentalen, barocken Raum.
Der Eindruck dieses Raumes, festlich geschmückt, in Verbindung mit dieser Musik macht alle Besucher betroffen. So etwas hat niemand erwartet.
Zum Essen, das der Ochsen-Seppi aus Beromünster gekocht hat und serviert, spielt das Zuger Barockquartett die Tafelmusik. Die Musik und das schöne Abendlicht, das durch die Bäume scheint und die Kathedrale verzaubert, der Duft des Waldes, der Geschmack des Essens verbinden sich zu einem wahren Gesamtkunstwerk. Nach dem Eindunkeln werden die Kerzen und Fackeln angezündet und die Lichtstrahler in den Bäumen angemacht. Ein Raum von traumhafter Atmosphäre entsteht.
Zeit für den Auftritt unseres Gastes, Pirmin Meier, Schriftsteller und Professor an der Kantonsschule Beromünster. Er berichtet von Beromünster als dem anderen Rom, vom Entstehen dieses barocken Gartens, der zur Baumkathedrale verwilderte, von Leuten aus der Umgebung, von bösen und guten Geistern. 

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