ZUGER PRIVILEG
 

Ein Abend - gegen den Strich gebürstet, 11. November 2004


Burgbachsaal Zug

Dieser Abend begann so wie der Alptraum eines Veranstalters: gähnende Leere. Die wenigen Zuhörer wirkten wie eine Notgemeinschaft. Erst im Laufe dieser Veranstaltung sollte den Teilnehmern nach und nach klar werden, dass die Herausforderung der wenigen Zuhörer mit den Herausforderungen des Redners einen sinnreichen Zusammenhang ergaben. Aber der Reihe nach:

Das Zuger Privileg hatte sich mit dem Zentrum für Konfliktgestaltung und dem Zuger Bündnis gegen Depression zusammengetan, um einen von drei Abenden zu gestalten. Die Abende kreisten um das Thema der Arbeitswelt und deren Misere. Etwas Positives sollte im Mittelpunkt der Veranstaltung des Zuger Privilegs stehen, nämlich ein Beispiel für eine menschenfreundliche Unternehmenskultur. Also wurde einer der Inhaber der Firma TRISA eingeladen. Ernst Pfenniger leitet das Unternehmen in dritter Generation, hat es völlig neu ausgerichtet und auf die Loyalität seiner Mitarbeiter gesetzt. Schon nach wenigen Minuten hatte Ernst Pfenniger seine Zuhörer in den Bann geschlagen. Vor ihnen stand ein Mensch, der Kampfesmut mit Humor, Zuversicht mit Durchhaltewillen verband, von seinen harten Jahren erzählte, ohne zu jammern, und immer wieder seine Hochschätzung der Mitarbeiter erlebbar machte. Pfenniger füllte den Saal, so wie er 25 Jahre lang sein Unternehmen mit Mut erfüllt hatte, ohne sich ausserhalb des Unternehmens auf zahlreiche Bündnisgenossen stützen zu können. Die Wertschätzung, die er den wenigen Zuhörern entgegenbrachte, vermittelte den Geist, aus dem heraus er sein Unternehmen zum Erfolg geführt hat. Dieser Abend war wirklich privilegiert. 

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